Kupferschlacke war jahrzehntelang das Standard-Strahlmittel für Outdoor- und Stahlbauarbeiten – günstig, schnitthaltig, schnell. Doch der Markt ändert sich: Strengere Umweltauflagen, bessere Aufbereitungsverfahren und Alternativen wie GreenBlast verdrängen die klassische Schlacke. Hier lesen Sie, warum.
Was ist Schlacke überhaupt?
Strahlschlacke ist ein Nebenprodukt aus der Kupfer- oder Eisenverhüttung. Beim Erstarren entstehen scharfkantige, glasartige Körner mit hoher Härte – ideal zum Entrosten und Entlacken. Sie ist günstig in der Anschaffung und nicht wiederverwendbar (Einwegstrahlmittel).
Die Probleme klassischer Schlacke
- Schwermetalle – Kupferschlacken können Restanteile von Kupfer, Nickel, Chrom oder Blei enthalten. In geschlossenen Räumen ist der Einsatz oft genehmigungspflichtig oder ganz verboten.
- Hoher Verbrauch – als Einwegstrahlmittel landet das Material nach einem Strahlvorgang im Sondermüll. Entsorgungskosten steigen seit Jahren.
- Staubentwicklung – feine Anteile verursachen erhebliche Staubbelastung; das senkt die Sichtbarkeit und erhöht den PSA-Aufwand.
- Qualitätsschwankungen – die mineralogische Zusammensetzung variiert je nach Hütte und Charge.
GreenBlast – die saubere Alternative
GreenBlast ist eine Eisensilikat-Schlacke, die nach EN ISO 11126-3 zertifiziert ist. Sie wird gezielt für Strahlanwendungen aufbereitet und enthält dadurch deutlich geringere Schwermetallkonzentrationen als klassische Kupferschlacke.
- frei von kristallinem Quarz – kein Silikoserisiko
- geringe Schwermetallrückstände – größere Einsatzfreiheit auf Baustellen
- hoher Eisengehalt – aggressives Schnittverhalten, hohe Strahlleistung
- geringer Feinanteil – weniger Staub, bessere Sicht
- konstante Korngröße – planbares Strahlergebnis
Wirtschaftlichkeit: Stunden statt Kilo betrachten
Auf den ersten Blick scheint klassische Schlacke billiger. Rechnet man jedoch Strahlleistung pro Stunde, Entsorgungskosten und PSA-Mehraufwand zusammen, sind Eisensilikat-Strahlmittel wie GreenBlast in vielen Projekten günstiger pro Quadratmeter Stahl. Wir bieten zusätzlich passende Strahlgeräte, die mit dem feinen Korngrößenspektrum optimal harmonieren.
Wann lohnt der Umstieg?
- Sie strahlen regelmäßig im Außenbereich und müssen die Bauschutt-Entsorgung einkalkulieren.
- Sie arbeiten unter strengen Umweltauflagen (Industrie, öffentlicher Auftrag, Kommune).
- Sie wollen Mitarbeitenden weniger Staub und Quarz zumuten und PSA-Kosten senken.